Im Käfig habe ich eigentlich einiges, das rauh ist und an dem er sich seine Krallen abwetzen müsste. Normal. Ich haben einen großen Naturbaumstamm auf dem er klettern kann und auf dem er auch gerne sitzt, weil er da einen Überblick hat. Ein Häuschen von seinen beiden ist aus rauhem Naturholz. Ich habe Holzbrücken und eine essbare Holzhöhle mit Gängen, durch die er gerne läuft und dann oben rausschaut. Essbar ist gut, er hat noch nie daran genagt. Eigentlich benutzt er sie nur zum Durchlaufen und mal rausschauen. Er hat auch ziemlich viel Heu mit Streu vermischt im Käfig, weil er unglaublich gerne buddelt. Es sind ungefähr 25 cm drin, also die ganze Bodenschale. Da hat er dann seine Gänge und Höhlen, und zeitweise kommt er kaum vor und schiebt seine Röhren so, dass er von überall direkt in seine Gänge "unterirdisch" verschwinden kann. Ich sehe ihn jeden Tag (da bin ich auch froh drum), aber wenn er will, dann kann er durchaus direkt von einem Häuschen zum nächsten, und das durch einen seiner Gänge tief unten. Seltsamerweise wetzt er sich auch die hinteren Krallen problemlos ab, aber die vorderen Krallen sind schon recht lang, also die würde ich ihm gerne schneiden lassen wenn ich ehrlich bin.

An einzelnen Zehen krümmen sie sich schon etwas. Als Nagefutter gebe ich ihm übrigens Hundekekse, das ist auch das einzige neben Gemüseherzen, das er wie verrückt nagt. Ich hatte das mal als Tipp gelesen. Er ist da schon sehr heikel mit dem Nagen. Seine Häuschen nagt er überhaupt nicht an, Obstbaumzweige auch nicht. Spezielle Nagerhölzer ebenfalls nicht. Seinen Nagerstein schon, aber davon ist noch übrig. Ich kenne das gar nicht. Mein voriger Hamster hat sein Häuschen kurz und klein genagt über die Zeit. Nach dem ersten Jahr hat er ein neues Häuschen bekommen müssen, weil das erste völlig zerstört war. Und der jetzt nagt gar nicht so gern. Aber mit den Zähnen ist alles okay.
Naja, im Moment verhält er sich sowieso seltsam. Er saß heute wie aufgeplustert in seinem Rad und guckte als wäre er neben sich. Jetzt hat er sich verzogen und schläft wohl irgendwo. Es ist auch gar nicht leicht, ihn zum Tierarzt zu bringen, denn wo bitte schön soll ich ihn suchen in der Bodenschale? Wir haben auch schon gemerkt, dass er zwar rauskommt, wenn wir nicht da sind, sobald wir die Tür aufmachen verdrückt er sich lieber in seine Gänge. Tatsächlich ist er unglaublich zahm - wenn er denn will. Dann kommt er auf die Hand und lässt sich streicheln und schmusen. Aber auch nur vielleicht fünf Minuten, dann ist gut. Wir beschäftigen uns viel mit ihm, mein Freund vielleicht noch zuviel, kaum guckt Herr Meier irgendwo raus, schon steht mein Freund begeistert am Käfig und spricht mit ihm. Dabei sind die beiden eigentlich ein Herz und eine Seele.
Tja, jetzt überlege ich mir grade, ob ich riskiere oder nicht....
